Brexit: Keine Risiken für Irland-Urlauber

Deutsche Touristen können aufatmen: Flüge nach Irland auch nach Brexit möglich

Der Brexit scheint aktuell allgegenwärtig – auch in der Tourismusbranche. Doch es gibt Entwarnung: Fluggesellschaften dürfen laut EU auch im Falle eines ungeregelten Brexits starten. Beschränkt ist das Ganze jedoch erst einmal auf die ersten sechs Monate danach.

Übergangsregelung für britische Fluggesellschaften

Deutsche Touristen können aufatmen – erst einmal: Der Flugverkehr in der EU wird auch im Falle eines ungeregelten Brexit nach dem 29. März 2019 weitestgehend aufrechterhalten. Eine Beschränkung hat das Ganze aber dennoch: Die Regelung gilt erst einmal für die ersten sechs Monate nach dem Brexit. Darauf haben sich Chefunterhändler von Europäischem Parlament und Ministerrat, dem Gremium der EU-Staaten, in Brüssel geeinigt. Europaparlament und Ministerrat müssen den Kompromiss noch offiziell annehmen. Dies gilt jedoch als Formsache.

Laut Ministerrat sollen britische Fluggesellschaften in diesem Zeitraum weiter Flüge innerhalb der Europäischen Union anbieten dürfen. Für Fluggesellschaften, die wegen britischer Anteilseigner nach dem Brexit nicht mehr mehrheitlich in der Hand von EU-Eigentümern sind, soll es eine Übergangsfrist geben, um weiterhin Flüge in der EU anbieten zu können. Betroffen davon sind beispielsweise die Ferienfluggesellschaften der Reisekonzerne TUI und Thomas Cook, TUI Fly und Condor.

TuiFly und Condor brauchen mehr EU-Eigner

Das Hauptgeschäft dieser Airlines liegt in der Beförderung von Urlaubern zwischen deutschen Flughäfen und Badeorten in der Mittelmeerregion. Aufgrund der aktuellen Aktionärsstruktur ihrer Mutterkonzerne ist aber bislang unsicher, ob sie weiter als EU-Fluggesellschaften mit Verkehrsrechten für den gesamten Binnenmarkt angesehen werden können.

Damit TuiFly und Condor die Übergangsregelung überhaupt nutzen können, müssen die Gesellschaften innerhalb von zwei Wochen nach Inkrafttreten der erarbeiteten Regelung darlegen, wie sie innerhalb von sechs Monaten die Eigentümerregeln der EU wieder erfüllen wollen. Kurzum: Sie müssen dafür sorgen, dass sie mehrheitlich wieder von Eignern aus der EU kontrolliert werden.

Zwischengesellschaften und beschränkte Stimmrechte

EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc begrüßte die neue Einigung, betonte aber: „Sie ersetzt allerdings in keinem Fall die Vorteile des EU-Binnenmarktes.“ Dennoch sorgte die Einigung in der deutschen Reisebranche für Erleichterung. So seien zumindest die bevorstehenden Sommermonate geregelt.

Laut diversen Angaben wird bereits an Konstruktionen mit Zwischengesellschaften gearbeitet, die den Status als EU-Unternehmen sichern sollen. Der Billigflieger Easyjet hat beispielsweise einen österreichischen Ableger geschaffen und einige Flugzeuge dorthin wechseln lassen. Zudem behält sich Easyjet vor, notfalls britische Aktionäre zu drängen, Anteile abzugeben. Die irische Ryanair, die zuletzt einer Mehrheit britischer Aktionäre gehörte, plant ebenfalls deren Stimmrechte zu beschränken.

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